Das Kind hat eine blühende Phantasie wurde früher über mich gesagt. Es wurde belächelt und zum Glück nie untersagt.

Wenn jemand diese Phantasie loswerden wollte, dann war das ich selbst.

Frau vor einem Feld, abgewandt, verträumt, Zeigefinger in die Luft, darüber ein Kinderbild eingeblendet

Phantasievoll sein ist etwas schönes, ein Kopf voller Ideen und Geschichten. Ich konnte gut mit mir und meinen Phantasien alleine sein.

Seit ich Schreiben kann tue ich es. Da ich als Kind schüchtern und zurückhaltend war, brauchte ich stets Ermunterung, meine Geschichten auch laut vorzulesen.

Wenn wir einen Aufsatz als Hausaufgabe auf hatten, gab es immer mal jemanden, die meinen vor dem Unterricht lesen wollte. Nicht selten wurde eingefordert, dass ich noch vorlesen sollte. Mir klopfendem Herzen tat ich das.

Mein Deutschlehrer in der sechsten Klasse war weniger angetan von meinen Geschichten. Zum Glück hatte meine Grundschullehrerin mich bereits als „unsere Autorin“ bezeichnet und er konnte keinen großen Schaden anrichten und mich aufhalten.

Wenn all das so schön war, mir lediglich die Schüchternheit im Weg stand, um meine Geschichten zu teilen, warum war ich es dann, die die Phantasie loswerden wollte?

Es gab eine Schattenseite der kleinen Träumerin. Als kleines Mädchen hatte ich viele lebendige Albträume. Es muss im Grundschulalter gewesen sein, als ich in meinem Bett saß und bereit war all meine Phantasie dafür zu opfern, weniger Albträume zu haben.

Was auch immer ich tat, die Albträume wurden weniger, erträglich oder ich lernte damit umzugehen. Die Phantasie blieb.

Es brauchte viele Jahre, um aus dem Quell der sprudelnden Phantasie ein vollständiges Mansukript zu schöpfen.

Dies gelang mir 2006 mit „Traumland“. Das ist nun zwanzig Jahre her. Damals hatte ich bereits konkrete Absichten Autorin zu werden. Mit einem weiteren Manuskript „Der Teddy mit dem schiefen Ohr“ führte ich ein Projekt im Kindergarten meiner Tochter durch. Eine großartige Erfahrung. Ich suchte vergeblich einen Verlag … Allerdings gab ich auch nach ein paar Versuchen auf.

Ein Studium kam dazwischen. Die Phantasie machte der Vernunft Platz. Während eines Psychologie-Studiums mit zwei Kindern war wenig Raum für Bücher. Weder zum Lesen noch zum Schreiben. Stattdessen lernte ich wissenschaftlich zu schreiben …

Erst nach dem Studium fing ich wieder an.

Ein Buch zu beenden ist ein großartiges Gefühl. Zum Glück hat mir niemand verraten, dass die eigentliche Arbeit danach beginnt, vor allem, wenn man so wenig vorplant wie ich.

Inzwischen liebe ich auch diesen Überarbeitungsprozess.

Ich träume gerne, nächtliche Träume und Lebensträume.

Jetzt geht ein Traum für mich in Erfüllung. „Matteos Zeitreisen“ wird veröffentlicht. Es erscheint im Selbstverlag, dafür habe ich einiges investiert, meine Zeit, meine Phantasie, mein Wissen und auch finanziell in ein professionelles Team.

Vielleicht falle ich mit diesem Projekt auf die Nase, wer weiß das schon. Falls es zu einem Albtraum werden sollte, habe ich davor keine Angst mehr, denn mit diesen kann ich inzwischen umgehen.

Neugierig auf Matteos  Zeitreisen? Du kannst es dirkt bei mir signiert bestellen.

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