Alaaf – Bonn – Venedig – ein literarischer Gruß an alle Jecken da draußen

Alaaf meine Lieben!

Es ist Donnerstag, es ist Weiberfastnacht, es ist Karneval im Rheinland! Alaaf!

Da lassen wir den guten alten Perry mal Perry Rhodan sein, wobei das Perryversum sicher viele tolle Kostüme bietet. Wie ihr vielleicht wisst, habe ich den Einstieg ins Perryversum über die Elfenzeit-Reihe gefunden. Gerade habe ich den vierten Teil beendet, der passenderweise zum heutigen Tag in Venedig spielt.

Venedig und Bonn stehen sich in diesem Jahr karnevalistisch besonders nahe. Schon seit vier Jahren besucht das Bonner Kinderprinzenpaar Venedig. Doch in diesem Jahr nahmen die Bonner Stadtsoldaten mit 150 Männern und Frauen teil, als bislang größte ausländische Gruppe. Der Kinderprinz Vin-Luca I. und seine Bonna Lara I. waren natürlich auch dabei. Wunderschöne Bilder zu dieser historischen Premiere gibt es beim WDR.

Das Bonner Kinderprinzenpaar auf der Bürgersitzung der Ehrengarde

Venedig und seine Masken

Bisher bin ich noch nicht in Venedig gewesen. Ein Traum-Reiseziel für viele, eine historische mystifizierte Stadt. Manch einer rät davon ab, es sei eine Touristenfalle, verkommen und hässlich …

Ich weiß nicht, ob ich wirklich einmal dorthin reisen werde. Aber ich weiß, dass ich unheimlich gerne Geschichten lese, die in Venedig spielen. Es liegt ein Zauber über der Stadt der Masken, der Stadt des Todes, der Stadt der Gondeln, einer Stadt, die danach schreit romantische, unheimliche, fantastische Geschichten über sie zu erzählen.

Wenn du eine Maske aufsetzt, bist du nicht mehr du selbst. Du kannst jeder sein, niemand erkennt dich … Aufregend? Unheimlich? Erotisch?

Sobald die Masken aufgesetzt waren, fielen zuerst die Hemmungen und danach die Kleider, das war nicht überraschend.

Auf jeden Fall spielt auch im „Löwen von Venedig“ ein Maskenladen eine zentrale Rolle.

Sie sind von großer Bedeutung. Es ist kein Zufall, dass Sie meinen Laden betreten haben.

Elfenzeit, Der Löwe von Venedig – Susan Schwartz

Susan Schwartz

Wie auch der erste Teil, stammt auch der vierte wieder aus der Feder von Susan Schwartz. Es liegt nicht nur an dem Venedig-Thema, dass mich das Buch so sehr begeistert, es ist auch der Schreibstil der Autorin. Bereits der Prolog vermag den Leser zu verzaubern. Eine geheimnisvolle Person, die selbst nicht weiß, wer sie ist, führt einen genialen inneren Monolog.

Lange Beschreibungen nerven mich meistens, ich überfliege sie oft nur, aber in den Zauber von Venedig lasse ich mich gerne ziehen. Ob es an dem venezianischen Zauber oder dem guten Stil der Autorin liegt, vermag ich nicht zu sagen.

Sie lässt nicht nur Bilder entstehen, sondern vermittelt auch ein wenig vom italienischen Lebensgefühl.

Ein Überbleibsel aus dem Lateinischen, in dem es kein kurzes „Ja“ oder „Nein“ gab, sondern eine Bestätigung oder Ablehnung der Frage, indem sie wiederholt wurde. […]

Diese Ausdrucksweise verwies auf eine Gangart, die bei aller Eile immer noch ein wenig Zeit übrig hatte und keine Hektik zuließ.

Außer man musste den Bus […]

wäre die Titanic vollbesetzt mit Italienern gewesen, hätten vermutlich die Männer als Erste im Rettungsboot gesessen.

Die Heldin Nadja Oreso

Im vierten Teil der Reihe steht Nadja Oreso im Mittelpunkt der Geschichte. Diesmal spielt auch ihr Vater eine aktive Rolle. Er fährt mit nach Venedig und wir erfahren einiges über ihre Familie, wobei noch vieles geheim bleibt. Wir lernen auch einen interessanten Charakterzug an ihr kennen, sie ist nämlich ein Einzelkind …

Und schon wieder gab es einen Stich Eifersucht. Alles entfernte sich von ihr, sie schien nicht mehr der Mittelpunkt des Lebens zu sein.

Ein Teenager ist sie nicht mehr …

Eine Heldin wird sie trotzdem und sie hat eine Begegnung der besonderen Art mit den Herren Giacomo Girolamo Casanova und George Gordon Noel Byron, zwei berühmten Geistern des 18. Jahrhunderts.

Was konnte es schaden, sich mit Geistern über Beziehungsprobleme auszulassen? Sie würden es kaum weitertratschen.

Sie kommt auch in den Genuss eines ganz besonderen Whisky:

Kein Vanille, kein Sherry, kein Portwein, kein Torf. Ein bisschen Honig vielleicht, aber sehr … unverfälscht und rein. Dabei unvergleichlich mild. Er muss sehr alt sein, aber ich habe keine Ahnung, was das ist. Dieser Whisky ist mit nichts vergleichbar, was ich je getrunken habe – und der beste.

Dieser edle Tropfen würde mir auch gut schmecken, da bin ich sicher. Leisten würde ich es mir allerdings nicht, denn es handelt sich um eine Einzelabfüllung eines vierzig Jahre alten Glenfiddich mit einem geschätzten Wert von 1500 Euro.

Der Löwe von Venedig

ist ein Roman, der tief eintaucht in den Zauber Venedigs. Geheimnisvoll, mystisch und spannend erzählt. Eine mehr als gelungene Fortsetzung der Elfenzeit-Reihe, ein in sich abgeschlossener Teil, der neugierig auf die weiteren Bände macht.


Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Elfenzeit, Der Löwe von Venedig (Band 4)
Susan Schwartz
Perry Rhodan digital, 2011
277 Seiten
ISBN: 978-3-8453-3357-1

Stephanie Braun

Ich liebe Geschichten - fiktive wie Geschichten aus dem echten Leben. Als kleiner Komet tauche ich ein in verschiedene Welten und erzähle euch von meinen Abenteuern.

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