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Adventskalender 2016 – 17. Türchen

Hilfe, wie kriege ich die Familie unter einen Hut?

Weihnachten bedeutet neben Geschenkeshoppen auch noch eine andere Art von Stress. Es geht um die Frage: Wie, wo und mit wem verbringt man die Feiertage? Schon als jung verheiratete Frau bot diese Frage Konfliktpotential, da ich den Heiligabend lieber bei meinen Eltern als bei den Schwiegereltern verbringen wollte…

Vergangene Weihachten

Damals fand ich die Situation schon schwierig, aber es sollte noch viel schlimmer kommen.

Als wir dann junge Eltern waren, war es den Großeltern noch wichtiger mit dem jeweils ersten Enkelkind zu feiern. Irgendwann wurde die Familie noch größer, meine beiden Geschwister hatten nun auch Familien und es kamen die Jahre als es nicht mehr möglich war alle zusammen bei Muttern unterm Tannenbaum zu sitzen. So wurde im Oktober bei meinem Geburtstag überlegt, wer wann und wo mit meinen Eltern feiern würde, meist wurde dies aber kurzfristig wieder umgeworfen. Erleichternd kam für mich hinzu, dass meine Schwiegereltern einige Jahre die Feiertage in der Türkei verbracht haben, erschwerend, dass ich jedes zweite Jahr einen Feiertag arbeiten musste. Eine glückliche Lösung war für mich, wenn es mir gelang alle vier gleichzeitig zu mir einzuladen.

Gegenwärtige Weihnachten

Und dann hat meine Tochter geheiratet und ich wurde selber Oma. Heiligabend war damit klar, nun lag auch meine Priorität bei den Enkelkindern. Meine Tochter hatte als Einzelkind und Einzelkind-Ehemann das Glück, dass sie diesen nun mit Eltern, Schwiegereltern und Schwiegergroßeltern gemeinsam – als Gastgeber haben wir uns abgewechselt – verbringen konnte. Aber auch hier blieben nun noch zwei Feiertage und ihre Großeltern, die jeweils 100 km weg wohnen….

Zukünftige Weihnachten – dieses Jahr

Dieses Jahr nun stellte sich eine besondere Herausforderung. Im Januar diesen Jahres sind wir in das Dreifamilienhaus meiner Schwiegereltern gezogen und eigentlich fühlte ich mich moralisch verpflichtet mit diesen nun Heiligabend zu feiern. Aber die beiden haben mit Weihnachten so gar nichts am Hut und einen festlichen Heiligabend, wie er für mich sein muss, ließe sich mit ihnen leider nicht gestalten.

Ja, ich habe auch überlegt, meine Eltern dazu einzuladen, aber das wäre für so einen Tag auch eine schwierige Konstellation. Die Familie meiner Tochter plus ihren Schwiegervater dazu? Das scheitert an Übernachtungsmöglichkeiten und da würden die Großeltern vom Schwiegersohn auf der Strecke bleiben. Puuh.

Aber ich habe mich zu einer egoistischen Entscheidung durchgerungen, besonders, da ich davon ausgehe, dass das meinen Schwiegereltern gar nicht so viel ausmachen wird. Ich will schöne Weihnachten haben und wie gehabt mit den Kindern feiern. Als Kompromiss spute ich mich dann am 1. Feiertage und koche meinen Schwiegereltern etwas leckeres zu Mittag. Mit meinen Eltern muss ich dann noch gucken, wenn ich die Planung meiner Geschwister kenne.

Es war nie einfach und ja, es hat nicht immer geklappt eine optimale Lösung zu finden, aber trotz alledem war Weihnachten immer schön und man hat am zweiten Feiertage abends noch jedes Mal gesagt: Puuh, die nächste Woche essen wir nichts mehr ;-).

Unsere Familie ist dabei noch nicht einmal besonders groß. Wie bringt ihr alle Wünsche unter einen Hut?

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