9. Buch: Effi Briest

 

Effie Briest - Theodor Fontane

Effie Briest – Theodor Fontane

Schullektüre

Oh je, nach der ersten Seite von “Effi Briest” wollte ich das Buch schon fast wieder weglegen. Theodor Fontane beginnt mit einer langatmigen Beschreibung mit verschachtelten Sätzen, die keine Bilder vor meinem Auge entstehen lassen.

Aber dann auf Seite 2 erscheinen Effi und ihre Mutter und ganz schnell packt es mich.

Ich habe zwar auch wieder den sehr aussagekräftigen Klappentext gelesen und weiß eigentlich ja was passiert, aber trotzdem bin ich gefesselt.

Das Buch habe ich von meiner Tochter, die es zu Schulzeiten analysieren musste und so ist es reichlich mit Kommentaren versehen. Aber nein, ich hätte hinterher keine Deutschklausur hierzu schreiben mögen ;-).  Aber dennoch bin ich gedanklich am analysieren: “Was waren Effi und von Instetten für Menschen? Wie viel Verständnis kann ich für die beiden aufbringen? Was soll ich von dem Chinesen halten?”.

Ich mache mir Gedanken, welche Fragen ich als Deutschlehrer hierzu gestellt hätte und ja, ich würde gerne die ein oder andere schulische Abhandlung hierzu lesen.

Auf jeden Fall ein lesenswertes Werk, das ich mit viel Freude gelesen habe.

Zum Inhalt

Wie ich dem Kommentar von Heinrich Mann entnehme, stellt das Buch das Leben um die Jahrhundertwende recht realistisch dar.

Es geht um die 17-jährige Effi, die als einziges Kind, als Wildfang, aufwächst und dann mit 17 Jahren den ehemaligen Verehrer ihrer Mutter, einen zwanzig Jahre älteren Baron, heiratet, den sie kaum kennt und der mit ihr weit weg ein neues Leben beginnt. Sie erfreut sich zunächst der Stellung und der Schönheit ihres Mannes, fühlt sich aber bald schon einsam in ihrem neuen Zuhause.

Sie bekommt ein Kind von dem sie erhofft hatte, das es sie aus ihrer Einsamkeit befreien würde, aber es ist für sie mehr ein Spielzeug und wird hauptsächlich von einem Kindermädchen versorgt.

Sie beginnt eine Liaison, betrachtet es dann aber als Erlösung, dass diese durch die Versetzung ihres Mannes und dem damit verbundenen Umzug endet. Erst Jahre später erfährt ihr Mann durch einen unglücklichen Zufall hiervon …

 

 

Weissewolke

Junge aktive Oma, die bei ihren Wohnmobilreisen viel Zeit zum Lesen hatte. Das Wohnmobil ist gegen einen Kleingarten eingetauscht und die Mußezeit weniger. Trotzdem freut sie sich immer über ein schönes Buch. Angesteckt von der Klassik-Challenge möchte sie euch an ihrer eigenen teilhaben lassen.

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1 Antwort

  1. Stephanie sagt:

    Ach ja Effie Briest. Das hatte ich als Schullektüre und im Studium haben wir es dann noch einmal auseinandergenommen. Ich befürchte das ganze Analysieren hat mir die Freude an dem Buch ein wenig genommen. 😉

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