36. Buch: Friedrich Schiller, Kabale und Liebe

Kabale und Liebe ~ Friedrich Schiller
Kabale und Liebe ~ Friedrich Schiller

Goethe und Schiller dürfen natürlich in einer Klassik-Challenge nicht fehlen. Goethe habe ich mit dem Faust bereits erledigt, von Schiller wollte ich eigentlich Wilhelm Tell lesen, weil mich schon immer interessierte, warum er seinem Sohn einen Apfel vom Kopf schießt. Aber in den mir zur Verfügung stehenden Bücherregalen fand sich das nicht und auf Empfehlung meiner Tochter ist es dann Kabale und Liebe geworden. Da konnte sie mir ein Reclamheft aus ihrer Schulzeit versehen mit Herzchen und Kommentaren zur Verfügung stellen.

Es geht natürlich um die Liebe, die durch Kabale (Intrige, Ränkespiel) ein tragisches Ende nimmt. Und ja, es packt mich schon auf den ersten Seiten. Herrlich wie Miller seine Frau zusammenstaucht nachdem sie ihm den Verehrer der Tochter durch die finanziellen Vorteile schmackhaft machen will:

Schier dich zum Satan, infame Kupplerin! – Eh´will ich mit meiner Geig´auf dem Bettel herumziehen und das Konzert um was Warmes geben – eh´will ich mein Violoncello zerschlagen und Mist im Sonanzboden führen, eh´ich mir´s schmecken laß von dem Geld, das mein einziges Kind mit Seel´und Seligkeit abverdient. – Stell den vermaledeiten Kaffee ein und das Tobakschnupfen, so brauchst du deiner Tochter Gesicht nicht zu Markt zu treiben. Ich hab mich satt gefressen und immer ein gutes Hemd auf dem Leib gehabt, eh´so ein vertrackter Tausendsasa in meine Stube geschmeckt hat.

Einfach schön. Es ist gefühlvoll, lustig, spannend und tragisch. Was will man mehr? Und ja, ich möchte es gerne mal als Theaterstück (allerdings in klassischer und nicht einer modernen Version) erleben.

Kabale und Liebe
Friedrich Schiller
Reclam

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Weissewolke

Junge aktive Oma, die bei ihren Wohnmobilreisen viel Zeit zum Lesen hatte. Das Wohnmobil ist gegen einen Kleingarten eingetauscht und die Mußezeit weniger. Trotzdem freut sie sich immer über ein schönes Buch. Angesteckt von der Klassik-Challenge möchte sie euch an ihrer eigenen teilhaben lassen.

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